Maschke: „Meisterbrief ist Qualitätsmerkmal des Handwerks“

Ludwigsburg. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) im Kreis Ludwigsburg spricht sich für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht für alle Handwerksberufe aus. „Der Meisterbrief ist ein Qualitätsmerkmal unseres Handwerks und muss wieder eingeführt werden“, fordert Armin Maschke, Kreisvorsitzender der MIT Ludwigsburg, nach einem Gespräch mit Handwerksvertretern aus Ludwigsburg.

Die Meisterpflicht wurde 2004 bundesweit für 53 Handwerksberufe abgeschafft. Seitdem ist die Ausbildung im Handwerk regelrecht eingebrochen. Bei einem MIT-Firmengespräch brachte der Geschäftsführer des Arbeitskreises Ludwigsburger Bauhandwerker, Enrico Finn, die Probleme auf den Punkt: „Die negativen Auswirkungen auf die Ausbildung spürt auch das Handwerk im Kreis Ludwigsburg. Wir müssen den Trend zur Akademisierung stoppen und stattdessen das System der dualen Ausbildung stärken.“ Maschke fordert, die Meisterpflicht für neu gegründete Unternehmen in den Berufen wieder einzuführen, in denen das verfassungs- und europarechtskonform möglich sei. Dabei müsse der Gesetzgeber in der Handwerksordnung die Begründung für die Meisterpflicht verändern und mit dem Gemeinwohl argumentieren.

Darüber hinaus fordert die MIT Ludwigsburg die bundesweite Einführung des Berufsabiturs und Zugangsmöglichkeiten für Meister zu Master-Studiengängen. Die Berufsbildungs- und Kompetenzzentren sollen stärker von Bund und Ländern gefördert werden. Zudem sollen die Leistungen beim Meister-BAFöG erhöht und Meisterschulen regelmäßig nach bundesweiten Standards evaluiert werden.

Am 07.07. 2016, Kategorie: Pressemeldungen von
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